
Immer häufiger streiten Mieter und Vermieter über ihr Recht. Diese Auseinandersetzungen lassen sich oftmals nur vor Gericht klären und beschäftigen Anwälte und Gerichte in Deutschland. Viele Mieter sind von hohen Mietpreiserhöhungen betroffen, die jedoch an zeitliche Fristen nach dem Einzug oder den örtlichen Mietpreisspiegel gebunden sind. Lediglich bei Neuvermietungen kann der Vermieter auch einen Preis von mehr als 20 Prozent über dem ortsüblichen Niveau verlangen, besonders wenn in seiner Stadt Wohnungsknappheit herrscht. Bei einer Kündigung muss sich der Mieter immer an die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten halten. Der Vermieter kann seinem Mieter hingegen nicht grundlos kündigen und den Mietvertrag nur bei Eigenbedarf auflösen. Vermieter haben bei einer Kündigung auch zu beachten, wie lange ihr Mieter bereits ihre vier Wände bewohnt, so dass Mietern nach acht Jahren immerhin neun Monate Kündigungsfrist zustehen. Uneinig sind sich Mieter und Vermieter häufig auch bei Modernisierungen, die zu Energiesparzwecken jedoch grundsätzlich vom Mieter erduldet werden müssen. Die Betriebskostenabrechnung muss der Vermieter seinem Mieter hingegen spätestens zwölf Monate nach Beendigung des Abrechnungszeitraums vorlegen. Zweifelt ein Mieter die Richtigkeit seiner Betriebskostenabrechnung an, kann er sich bei einem Mieterverein oder bei seinem Anwalt Hilfe holen. Bei einem Auszug aus der Mietwohnung muss der Vermieter seinem Mieter die geleistete Kaution zurück erstatten: inklusive aller Zinsen. Gewinnbringend angelegte Kautionen stehen dem Mieter mit allen erwirtschafteten Zinsen zu. Im Internet finden sich kostenlose Urteile, die bei Streitfragen einen ersten Überblick über die Rechte von Mieter und Vermieter verschaffen. Eine Rechtsberatung ersetzen Mietrecht Urteile aus dem Web jedoch nicht. Kommt es wegen Modernisierungsarbeiten, Mietpreiserhöhungen oder Reparaturfragen beim Auszug also zum Streit zwischen Mieter und Vermieter, führt kein Weg an einer teuren Rechtsberatung vorbei. Eine Rechtschutzversicherung macht sich auch in Mietfragen bezahlt und übernimmt alle Kosten des Rechtsstreites mit Abzug der Selbstbeteiligung. Bei grundlegenden Fragen helfen alternativ auch Anwälte auf Anwaltsseiten im Web weiter, die eine Rechtsberatung vor Ort aber ebenfalls nicht ersetzen.
© Christian Nitz – Fotolia.com




